Voreingestellt: 1600 Pixel Breite, JPG, Qualität 85. Das Seitenverhältnis bleibt erhalten, die Höhe ergibt sich von selbst. Du kannst alles ändern.
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Messenger drücken jedes Foto beim Versand selbst zusammen – und du hast keinen Einfluss darauf, wie stark. Verkleinere das Bild vorher selbst, dann entscheidest du, wie das Ergebnis beim Empfänger aussieht.
Voreingestellt: 1600 Pixel Breite, JPG, Qualität 85. Das Seitenverhältnis bleibt erhalten, die Höhe ergibt sich von selbst. Du kannst alles ändern.
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Wenn du ein Foto im Chat als Bild verschickst, rechnet der Messenger es vor dem Senden herunter. Das passiert automatisch, ohne Rückfrage und ohne Anzeige, was dabei herauskommt. Der Grund ist Bandbreite: Millionen Fotos am Tag sollen auch über eine schwache Mobilverbindung durchgehen.
Das Problem ist nicht die Komprimierung an sich, sondern ihre Blindheit. Die App kennt dein Motiv nicht. Sie bekommt ein 4000 Pixel breites Kamerafoto und presst es in einem einzigen Schritt auf Chat-Format. Genau dabei entstehen die typischen matschigen Flächen, die weichen Kanten und die Flecken um Schrift herum.
Gibst du dem Messenger stattdessen ein Bild, das bereits auf eine vernünftige Breite gerechnet und sauber als JPG gespeichert ist, dann hat seine eigene Komprimierung viel weniger zu tun. Sie findet eine Datei vor, die ohnehin schon schlank ist, und greift entsprechend weniger hart zu. Das Ergebnis sieht in der Regel deutlich besser aus als der gleiche Schnappschuss direkt aus der Galerie – und das Foto ist schneller versendet.
Dieser Unterschied entscheidet über alles Weitere. Verschickst du über den Bild- oder Galerie-Weg, behandelt der Messenger die Datei als Chat-Foto und komprimiert sie. Verschickst du dasselbe Bild über den Weg „Dokument“ beziehungsweise „Datei“, wird es als Anhang übertragen und bleibt so, wie es ist – in den Maßen, in der Qualität und mit allem, was sonst noch drinsteckt.
Beide Wege haben ihren Sinn. Für den schnellen Schnappschuss an die Familie ist der Foto-Weg völlig in Ordnung, zumal ein vorher verkleinertes Bild dann kaum noch verliert. Soll der Empfänger das Bild ausdrucken, weiterverarbeiten oder auf einem großen Monitor betrachten, nimm den Dateiweg. Verkleinere es trotzdem vorher, sonst schickst du acht Megabyte durch die Leitung, die niemand braucht.
Ein Nebeneffekt des Dateiwegs wird oft übersehen: Was an Zusatzinformationen im Bild steckt, kommt beim Empfänger mit an.
Handyfotos tragen versteckte Zusatzdaten mit sich: Aufnahmezeitpunkt, Kameramodell, oft auch die Koordinaten des Aufnahmeorts. In einem Familienchat ist das harmlos. Stellst du ein Bild aber in eine größere Gruppe, gibst es an Fremde weiter oder wird es weitergeleitet, verrät die Position unter Umständen deine Wohnadresse.
Dieses Tool schreibt die EXIF-Daten grundsätzlich nicht in die neue Datei. Du bekommst ein Bild ohne Ort, ohne Zeitstempel und ohne Gerätekennung zurück, ganz gleich über welchen Weg du es anschließend verschickst.
Ehrliche Antwort: nein, jedenfalls nicht wörtlich. JPG komprimiert verlustbehaftet. Sobald du Pixel entfernst oder die Qualitätsstufe senkst, gehen Bildinformationen verloren, und die holst du nicht zurück. Wirklich verlustfrei bliebe nur ein Bild, das du gar nicht anfasst – und genau das drückt dir der Messenger dann selbst zusammen.
Praktisch relevant ist deshalb eine andere Frage: Siehst du den Verlust? Bei 1600 Pixeln Breite und Qualität 85 wirkt ein normales Foto auf einem Handydisplay wie das Original, weil die verworfenen Details ohnehin unterhalb dessen liegen, was der Bildschirm darstellt. Sichtbar wird der Unterschied in drei Fällen: bei feiner Schrift im Bild, bei großen gleichmäßigen Farbflächen wie Himmel oder Wand, und wenn du im fertigen Bild stark hineinzoomst. Trifft eines davon zu, stell die Qualität auf 90 bis 95 oder lass die Breite größer. Welches Format wofür taugt, steht im Ratgeber zu den Bildformaten.